Dienstag, 27. März 2007

Schamanismus und Träume 2.Teil

Hier nun der 2.Teil auf dem Schneeberg-Blog

Das Träumen findet auch außerhalb des Körpers statt, es führt in die Ganzheit des Seins, denn dieses ist ja offensichtlich auch nicht an den Körper gebunden.
Aus Sicht des träumenden Schamanen stellen sich völlig andere Fragen.
Wer trägt die Verantwortung für ihre Handlungen im Traum?
Haben meine Traumhandlungen Auswirkungen auf die „Realität“?
Kann es sein, dass meine Traumfiguren mehr wissen, als ich ?
Usw.

Was kann der Schüler vom Schamanen lernen?
Er kann zumindest das luzide Träumen erlernen, als ersten Schritt in die Welt der Schamanen.
Und auch hier wieder ist alles eine Frage der Energie.
Wir verbrauchen im Alltag all unsere Energie und haben kaum Reserven für die Traumwelt, jedenfalls nicht für die Erinnerung.
Er wird ihn lehre, Energie anders zu verwenden und in stetiger Wiederholung, wie es zB. auch Tholey lehrte, sich einen Weg in das luzide Träumen zu bahnen.

Tun sie es auch!
Der Prozess ist einfach. Fragen sie sich mehrmals am Tag DIE Frage:

Wach ich oder Träum ich.

Machen sie einen Realitätscheck, schauen sie, ob alles um sie herum ihrer tatsächlichen Situation entspricht. Welcher Tag ist heute etc.
Irgendwann, wenn sie lange genug kontinuierlich Üben und wenn sie es wollen, wird diese Situation auch im Traum auftauchen.


Erinnern sie sich an sich selbst und schon sind sie luzid. Na ja, jedenfalls haben sie den ersten Schritt getan.

Aber das ist der Weg:

Kontrollierter Umgang mit der persönlichen Energie
Wiederholung der Übung, bis es passiert
Selbsterinnerung

Die Welt des luziden Traumes wird sie für alle Mühen entschädigen.
Das ist der erste Schritt in eine größere Welt, die Welt des bewussten Träumens.

Doch lange bevor wir über das luzide Träumen reden können, kommt die Traumerinnerung.
Was nützt es ihnen, wenn sie luzid werden und es in der Früh vergessen haben.
Wie kann man diese verbessern, falls sie es wollen.

Klar, alles eine Frage der Energie. Energie, die wir durch unsere ständige Selbstbespiegelung verbrauchen.
Es ist eine Frage der Absicht.
Hier kommen wir zu einem anderen Punkt, der das Verständnis des Schamanismus sehr erschwert. Wir verwenden die gleichen Worte, aber mit völlig anderen Inhalten. Aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Also, sie müssen es beabsichtigen, dh. mit voller Kraft und Klarheit den Willen darauf ausrichten.
Schreiben sie ihre Träume auf und hören sie nicht wieder damit auf.
Es ist ein Signal an ihre Seele, an ihr inneres Kind oder woran immer sie glauben, an ihre Absicht!
Hey, ich nehme mich ernst, ich mag mich als Ganzes und jetzt will ich wissen, was des Nächtens so abgeht.

Und natürlich Disziplin. Ja. Sagen wir halt Traumdisziplin dazu. Bleiben sie dran. Es funktioniert und ist wunderbar.

Es gibt natürlich auch technische Hilfsmittel, von denen die Schamanen nicht einmal träumen konnten, die den Einstieg in die Welt des luziden Traumes erleichtern.
Ich persönlich mag sie nicht, aber vielleicht ist es ja ihr Weg.

Der einfachste und auch für mich immer noch der Beste diese helfer ist ein Wecker.



Stellen sie sich den Wecker auf 2.00Uhr und lassen ihn klingeln. Wozu?
Damit sie aufwachen! Möglichst aus einem Traum.
Ihre Traumerinnerung wird es zu schätzen wissen.
Stehen sie kurz auf, schreiben sich den Traum auf und gehen wieder schlafen.
Es wirkt!

Sollten sie in die Gefilde des luziden Traumes vordringen wollen, mit Hilfsmitteln, dann kann ich ihnen die Traumbrille empfehlen.
Aufsetzen, einschlafen und sobald sie in die REM-Phase eintreten blinkt sie ihre Traumbrille an. Schauen sie dazu auf die Website meiner guten Bekannten,
Brigitte Holzinger/ http://www.traum.ac.at/ sie ist Expertin für diese Art des Träumens.

Zurück zu den Schamanen. Wenn sie wirklich Träumen lernen wollen, dann gibt es nur einen Weg.
Werden sie luzid und dann machen sie sich auf die Suche nach einem Traumlehrer/Traumlehrerin, im Traum natürlich.

Leider gibt es in der tonalischen Welt nicht sehr viele Traumlehrer, aber im Nagual werden sie fündig.
Mein Traumlehrer hat mir schon die unglaublichsten Übungen beigebracht, hauptsächlich im fliegen. Wunderbar!

Aus schamanischer Sichtweise ist der Umgang mit den Träumen durch die wissenschaftliche Medizin und teilweise auch die Psychotherapie zumindest etwas skurril!
Die Medizin versucht durch Schlaf und Traumforschung hinter das Phänomen zu schauen. Aber wie unser großer Goethe schon sagte, es gibt nichts hinter den Phänomenen, sie sind es.

Suchen sie mal die Stelle im Gehirn, wo das Träumen stattfindet, wenn sie nicht einmal annehmen dürfen, dass es dort nicht, zumindest nicht immer, stattfindet.
Das Traumgeschehen ist ein ganzheitlicher Prozess, der nur durch eine Abspaltung messbar und kontrollierbar wird.
Wer will das schon.

Lassen sie sich nicht ins Boxhorn jagen! Es gibt viele verschiedene Weltsichten, die der Wissenschaftlichkeit ist nur eine unter vielen.
So wie natürlich auch die Sicht der Schamanen eine steinzeitliche ist.
Unsere Aufgabe liegt wohl darin, die Vielfalt zu erhalten und zu bestätigen.
Auch beim Träumen.


Traumdeutung ist kein Retortenprodukt, es funktioniert nicht mit Datenbanken und einstudierten Abfolgen.
Es ist ein lebendiger Prozess.
Nehmen sie ihren Therapeuten mit in ihren luziden Traum, wenn sie es können und unterhalten sich dort einmal mit ihm.

Warum, so könnten sie jetzt fragen, vermitteln die heutigen Schamanen so wenig über das Träumen.
Weil eben gerade dieser ganzheitliche Prozess nicht mehr gelebt wird.
Ein Seminar ist keine Stammesgesellschaft.
Wenn ihre Zeit von Freitag bis Sonntag währt, ist nicht vie Vermittlung möglich.
Auch nicht in einer Woche.
Selbst wenn sie die unglaubliche Chance hätten, von einem tibetischen Schamanen ausgebildet zu werden, werden sie kein Tibeter.
Der kulturelle Background prägt uns alle, ob wir es wollen oder nicht.
Und so finden wir heute in Europa, wenn wir suchen, exzellente Traumlehrer und Traumlehrerinnen.
Wir haben viel Geld und Zeit in unser Seminarwissen investiert, um vielleicht festzustellen, das es eigentlich ganz einfach ist.
Das was wir suchen gibt es überall.
Die Schamanen aus verschiedenen Kulturen haben uns zu diesem ganzheitlichen Wissen zurückgeführt. Vielleicht ist es an der Zeit, eine wirkliche Verbindung zwischen dem Wissen der Steinzeit und unserem zu suchen, ansonsten wird der Schamanismus als Folklore untergehen.

Was kann ich ihnen anbieten?
Ja! Kommen sie zu den Ratsfeuern der Nacht!
Was ist das?

Die Schamanen erzählen, dass wir zumindest 8 Persönlichkeitsanteile haben.
Aufgefächert in den 8 Richtungen.
Finden sie heraus, welche ihrer Anteile sie in welche Richtung setzen wollen. Dann gehen sie schlafen und werden luzid. Das haben sie ja schon im Programm.
Gehen sie zu einem Lagerfeuer um das herum ihre 7 und sie selbst sitzen.
Das Ratsfeuer der Nacht!
Besprechen sie alles, was notwendig ist, lernen sie sich kennen.
Diese schamanische Traumlektion ist unendlich befreiend und kraftvoll.
Sie kannten sie nicht? Bei wem haben sie gelernt?

Dort können sie auch ihren Traumlehrer finden und die merkwürdige Erfahrung machen, dass Traumfiguren oft mehr wissen, als sie.


Die Ratsfeuer der Nacht werfen die Frage auf, ob man sich im Traum treffen kann. Haben sich die Schamanen im Traum getroffen, so wie es auch von Yogis berichtet wird?
Sie haben und sie tun es noch!

Voraussetzung ist ein bewusstes in den Traum hineingehen, luzid werden und vielleicht sogar eine oobe haben.
Nächtelanges gemeinsames Trommeln, in einen Rhythmus kommen sind hervorragende Helfer bei dieser Übung.

Verabreden sie sich zB. am Stephansplatz in Wien, entzünden sie ein Ratsfeuer der Nacht/natürlich nur im Traum/ und laden sie ihre Traumfreunde ein.
Vergleichen sie am nächsten Tag ihre Erlebnisse und fangen sie noch mal von vorn an.

Wenn sie ihren Stamm haben, ihre Gruppe, dann können sie mit ihnen dieses unglaubliche Abenteuer des Bewusstseins erleben.
Sie müssen es wollen, es beabsichtigen.
Das Wollen ist die Offenheit des Herzens, die Entscheidung, Ja oder Nein zui sagen, ist der Weg mit Herz.

Die Freiheit des Traumes ist wie die Freiheit des Alltags. Sie müssen sie sich nehmen!
Die Freiheit des Traumes ist die unendliche Potentialität des Lebens wahrzunehmen.
Sie ist die Unendlichkeit des Bewusstseins zu akzeptieren und alle Grenzen und Begrenzungen als das zu sehen, was sie sind.
Tore, durch die wir schreiten können, da es sie gibt.

Keine Angst vor Besserwissern, keine Angst vor der Wissenschaft.
Vertrauen sie ihrem Inneren.
Schamanismus ist und bleibt auch in unserer Zeit eine Herausforderung.
Die Kraft der Träume ist ungebrochen und wenn sie den Mut und die Disziplin aufbringen, dieses Abenteuer zu wagen, dann sind sie verbunden mit den Schamanen und Hexen aller Zeiten.

Treffen wir uns an den Ratsfeuern der Nacht.






Südwesten

In den Tiefen
des Traumes
ein Fenster öffnen
die Flügel der Absicht
ausbreiten
hinausschweben ins
Unsagbare Abenteuer
des Bewusstseins

Krallt sich der Feind
Klarheit
ins Genick
flüstert mir zu
ich weiß ja eh schon alles
es gibt nichts neues
will mich halten
in der alten
Gewohnheit

Aufschreiend
werde ich gewahr
ein Traum
ich bin im Traum
mit allen Sinnen
allen Erinnerungen

Euphorie flammt auf
droht mich zu überschwemmen
nur ruhig
nur ruhig
ein Traum

klar bleibend
suche ich meine Hände
halte sie vor`s Gesicht
behandschuht
und fliege hinaus
in die Welt
jenseits der Deutung

Intensität des Erlebens
Farben voller Pracht
Linien aus Energie
und
Bewusstheit

Feen, Zwerge, Elfen und Trolle
und ein schlafender Träumer
der mich träumt

Wach auf
wach endlich auf
begreife
auch dieser Traum
ist ein Traum
solange
ER
schläft.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wirklich wie das grafische Design und Navigation der Website, angenehm für die Augen und gute Inhalte. andere Orte sind einfach viel zu überfüllt mit hinzufügt

Anonym hat gesagt…

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